Kurt Rehm ( *1929 in Duisburg )

Für Rehm ist ein Bild ausschließlich ein Bild, und am Anfang steht die Form, und die Form ist die Form. Mit diesem Prinzip erweist sich der Künstler gemäß der Forderung Oscar Wildes als Schöpfer schöner Dinge, als ein erfindungsreicher Gestalter von Figuren, als ein Bildner von Metaphern, die eine Welt für sich bilden. So also erkennt der Betrachter sehr bald das künstlerische Credo des Kurt Rehm: die aus Form und Farbe geschaffene eigenständige Gestalt als ein Stück neuer Realität. Rehm malt nicht das, was er sieht; er malt das, was zu entdecken ist.

Kurt Rehms Arbeiten zeichnen sich durch Klarheit, Transparenz und Formenstrenge aus. Über sechs Jahrzehnte seines Schaffens hinweg hat sich Kurt Rehm als ein konsequenter Vertreter einer lyrischen Abstraktion erwiesen, deren Kompositionen und Konstruktionen eine eigenwillige, zurückhaltende, dabei immer vom Intellekt kontrollierte Poesie erzeugt.

In seinen Zeichnungen und Papierschnitten entwirft Rehm einen poetischen Kosmos, in dem er spielerisch Formelemente variiert und in immer neuen kompositorischen Zusammenhängen ineinanderfügt. Sein Kunststudium began er an der Werkkunstschule in Düsseldorf und anschließend studierte 1951-1952 an der Kunstakademie Stuttgart bei Willi Baumeister.

Der eigenwillige Schüler Willi Baumeisters, der seinem Lehrer nie den Respekt versagte, der in dessen Prinzipien weiterdachte, aber selten dessen formalen Exkursionen folgte, hat niemals versucht, sich mit der Wiedergabe konventioneller Realität auseinanderzusetzen oder gar über soziale Implikationen nachzudenken. Ziel allen künstlerischen Bemühens war für ihn – darin seinem Lehrer folgend -, Chiffren zu finden, die stutzig machen, faszinieren und eine Transzendenz ahnen lassen, an die der Betrachter sich antasten muss, um, indem er hinschaut, eine neue Welt heiterer Harmonie zu entdecken.
(Georg Gusmann)


Die Werke der letzten Jahre, vor allem farbige Papierschnitte, bilden vielfach eine Reihe. So sind es beispielsweise immer wieder sieben Formelemente, die in verschiedenen Variationen in Beziehungen stehen. In Gruppen oder paarweise zusammengehängt hat jedes Werk einen ganz eigenen Ausdruck und ist gleichwohl Teil eines in sich bewegten Ganzen. Der Betrachter wird, dies gelingt Rehm mit der ihm eigenen Leichtigkeit, zu einem aktiven Schauen angeregt.
(Axel Janitzki)


Zlatko Kresic (*1976 Vinkovci HR)

Kurz vor dem Design Studium entdeckte er die liebe zur künstlerischem Gestaltung. Vom Bauhaus so inspiriert, daß er das Bauhaus als zweitwichtigstes Ereignis in der Geschichte sieht. Seine Objekte sind organische, man kann fast sagen weibliche Abstraktionen von Gestalten und Formen.

Er sucht noch und so sagt er; „es ist mir nicht so wichtig, ob ich was finde. Das Wichtige ist, eine Hoffnung zu tragen, etwas zu entdecken und auf der Suche zu sein, zu arbeiten und möglich viel von meinem Mentor Kurt Rehm noch zu lernen“, der mich in meinem Werdegang begleitet.

(Manfred Hezler)